Die häufigsten Fehler beim Sonnenschutz – und wie man sie vermeidet
Sonnenschutz gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um die Haut vor Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und langfristigen Gesundheitsschäden zu schützen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Menschen trotz Verwendung von Sonnenschutzmitteln einen Sonnenbrand bekommen. In den meisten Fällen liegt das nicht an einer mangelnden Qualität des Produkts, sondern an Fehlern bei der Anwendung. Wer die häufigsten Stolperfallen kennt, kann seinen Schutz deutlich verbessern.
Zu wenig Sonnencreme auftragen
Der wohl häufigste Fehler besteht darin, zu sparsam mit Sonnencreme (oder anderen Sonnenschutzmitteln) umzugehen. Die auf der Verpackung angegebene Schutzwirkung wird nur erreicht, wenn das Produkt in ausreichender Menge aufgetragen wird. Viele Menschen verwenden jedoch deutlich weniger als empfohlen. Dadurch sinkt der tatsächliche Schutz oft erheblich. Besonders an Schultern, Armen und Beinen wird häufig zu wenig Produkt verwendet. Faustregel: Für einen Erwachsenen werden etwa 30 bis 40 Milliliter Sonnencreme pro Anwendung empfohlen. Das entspricht ungefähr sechs bis acht Teelöffeln.
Nachcremen wird vergessen
Sonnencreme verliert im Laufe des Tages an Wirksamkeit. Schwitzen, Baden oder das Abtrocknen mit einem Handtuch können die Schutzschicht auf der Haut beeinträchtigen. Deshalb sollte der Sonnenschutz regelmäßig erneuert werden. Nachcremen verlängert zwar nicht die ursprüngliche Schutzzeit beliebig, hilft aber dabei, den vorhandenen Schutz aufrechtzuerhalten.
Empfindliche Körperstellen werden übersehen
Viele Sonnenbrände entstehen an Stellen, die beim Eincremen leicht vergessen werden. Dazu gehören insbesondere Ohren, Nacken, Lippen, Fußrücken, Hände und die Kopfhaut bei lichtem Haar. Gerade diese Bereiche sind der Sonne oft direkt ausgesetzt und benötigen besonderen Schutz.
Bewölktes Wetter wird unterschätzt
Auch wenn die Sonne hinter Wolken verschwindet, erreicht ein großer Teil der UV-Strahlung weiterhin die Erdoberfläche. Deshalb kann es selbst an scheinbar trüben Tagen zu Sonnenbrand kommen. Wer sich längere Zeit im Freien aufhält, sollte daher nicht allein nach der gefühlten Wärme oder Helligkeit entscheiden, ob Sonnenschutz notwendig ist.
Sonnencreme als Freifahrtschein betrachten
Ein hoher Lichtschutzfaktor bedeutet nicht, dass man unbegrenzt in der Sonne bleiben kann. Sonnencreme reduziert die Belastung der Haut, ersetzt jedoch keine weiteren Schutzmaßnahmen. Besonders während der Mittagsstunden sind Schatten, geeignete Kleidung und eine Kopfbedeckung wichtige Ergänzungen.
- Alte Sonnenschutzmittel verwenden
Mit der Zeit können die UV-Filter in Sonnenschutzmitteln an Wirksamkeit verlieren. Zudem können sich die Inhaltsstoffe verändern, insbesondere wenn das Produkt über längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt war, etwa im Auto, am Strand oder auf einer sonnigen Fensterbank. Darum sollte man Reste aus den Vorjahren nicht mehr verwenden, da keine zuverlässige Schutzwirkung garantiert werden kann.
Die meisten Probleme beim Sonnenschutz entstehen nicht durch das Produkt selbst, sondern durch vermeidbare Anwendungsfehler. Wer ausreichend Sonnenschutzmittel verwendet, regelmäßig nachcremt und auch scheinbar unkritische Situationen ernst nimmt, kann seine Haut deutlich besser schützen und das Risiko für Sonnenbrand und langfristige Hautschäden reduzieren. Wichtig ist auch, die individuell passenden Sonnenschutzmittel zu finden. Dabei sind die Apotheker:innen vor Ort gerne behilflich.
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