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Weltherztag: Die größten Feinde des Herzens

Human Heart Anatomy
Unser Herz schlägt jeden Tag rund 100.000 Mal und pumpt ca. 7.500 Liter Blut durch unseren Körper. (Foto: © iStock.com/magicmine)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen weltweit. In Österreich sind sie für mehr als ein Drittel aller Todesfälle verantwortlich. Die gute Nachricht: Viele der wichtigsten Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Wer sie kennt und rechtzeitig gegensteuert, kann seine Herzgesundheit oft entscheidend verbessern.

Rauchen: Rauchen schädigt die Innenwände der Blutgefäße und fördert Entzündungen im gesamten Gefäßsystem. Zudem verengen sich die Blutgefäße, der Blutdruck steigt und das Blut wird anfälliger für Gerinnsel. Dadurch erhöht sich das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Gefäßerkrankungen deutlich.

Bluthochdruck: Bluthochdruck belastet das Herz und die Blutgefäße dauerhaft. Das Herz muss gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen und verrichtet dadurch mehr Arbeit. Gleichzeitig werden die Gefäßwände geschädigt, wodurch sich Ablagerungen leichter bilden können. Da Bluthochdruck oft lange keine Beschwerden verursacht, bleibt er häufig unentdeckt.

Diabetes: Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Blutgefäße schädigen und die Entstehung von Arteriosklerose beschleunigen. Menschen mit Diabetes haben deshalb ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders problematisch ist die Kombination mit weiteren Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bluthochdruck.

Erhöhte Blutfettwerte: Zu hohe LDL-Cholesterinwerte begünstigen die Ablagerung von Fettpartikeln in den Gefäßwänden. Mit der Zeit entstehen sogenannte Plaques, welche die Arterien verengen und die Durchblutung verschlechtern. Reißen solche Ablagerungen auf, können Blutgerinnsel entstehen, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Übergewicht: Übergewicht belastet das Herz auf verschiedene Weise. Es erhöht häufig Blutdruck, Cholesterinwerte und das Risiko für Diabetes. Gleichzeitig muss das Herz mehr Gewebe mit Blut versorgen und dadurch mehr leisten. Vor allem überschüssiges Bauchfett gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bewegungsmangel: Regelmäßige Bewegung stärkt Herz und Gefäße. Wer sich zu wenig bewegt, erhöht dagegen das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Das Herz-Kreislauf-System bleibt weniger leistungsfähig und kann Belastungen schlechter ausgleichen.

Stress: Dauerhafter Stress führt zur vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol. Diese erhöhen unter anderem den Blutdruck und die Herzfrequenz. Zudem neigen gestresste Menschen häufiger zu ungesunden Verhaltensweisen wie Rauchen, Bewegungsmangel oder einer unausgewogenen Ernährung.

Alkoholkonsum: Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen und Herzrhythmusstörungen begünstigen. Langfristig kann Alkohol den Herzmuskel schädigen und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Für die Herzgesundheit gilt daher: Je weniger Alkohol, desto besser.

Unser Herz schlägt jeden Tag rund 100.000 Mal für uns und wir sollten gut darauf aufpassen. Die Apotheker:innen vor Ort unterstützen gerne auf dem Weg zu einer besseren Herz-Kreislauf-Gesundheit – sei es durch moderne Vorsorgetests (z.B. Langzeitblutzucker oder Blutfettwerte), Blutdruckmessung, Gesundheits- und Ernährungsberatung oder Tipps zur Rauchentwöhnung.

(Foto: © iStock.com/magicmine)