Weltfrauentag: Apotheken als Vorreiter für Gleichberechtigung
Der Weltfrauentag am 8. März macht jedes Jahr auf Fortschritte und Herausforderungen in der Gleichstellung aufmerksam. Ein Blick in die österreichischen Apotheken zeigt: Im Apothekerberuf ist Gleichberechtigung bereits seit langem gelebte Realität und ein Erfolgsmodell.
Die Apotheke ist in Österreich generell stark weiblich geprägt. 8 von 10 Apotheker:innen sind Frauen und unter allen Apotheken-Beschäftigten beträgt der Frauenanteil sogar 87 Prozent. Der Apothekerberuf zählt zu jenen Gesundheitsberufen, in denen Frauen die Branche nicht nur prägen, sondern maßgeblich gestalten – von der Beratung an der Tara bis hin zur Leitung einer Apotheke. Mehr als jede zweite Apotheke wird inzwischen von einer Frau geleitet – Tendenz weiter steigend.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die Bezahlung. Während in Österreich insgesamt weiterhin eine Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen besteht, gilt in den Apotheken seit Langem ein klares Prinzip: Gleiche Arbeit wird gleich bezahlt. Durch ein faires und transparentes Gehaltssystem verdienen Apothekerinnen und Apotheker für dieselbe Tätigkeit gleich viel – ein Grundsatz, der im Berufsstand übrigens bereits seit mehr als einem Jahrhundert gilt.
Der Apothekerberuf zeigt damit, dass faire Bezahlung und gleiche Chancen in der Praxis selbstverständlich sein sollten. Gleichzeitig bringt die starke Präsenz von Frauen neue Perspektiven in die Weiterentwicklung des Berufsbildes – etwa bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und flexiblen Arbeitsmodellen.
(Fotos: Hörmandinger)