Arnika
Wissenschaftlicher Name: Arnica montana
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Ursprung / Verbreitungsgebiet:
Arnika ist in den Gebirgsregionen Europas heimisch, besonders in den Alpen, Pyrenäen und im Mittelgebirge. Sie bevorzugt magere, saure Bergwiesen und steht unter strengem Naturschutz!
Verwendete Pflanzenteile:
Die getrockneten Blütenköpfe (Arnicae flos).
Verwendung in Pharmazie und Medizin:
Arnika wird ausschließlich äußerlich angewendet, insbesondere bei Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Blutergüssen, Muskel- und Gelenkbeschwerden. Die Blüten enthalten Sesquiterpenlactone (v.a. Helenalin), Flavonoide und ätherisches Öl,
Darreichungsformen / Arzneiformen:
Tinkturen, Gele, Cremes, Salben, Umschläge
Wirkungen:
Arnika wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und abschwellend. Sie beschleunigt die Heilung bei stumpfen Verletzungen und lindert rheumatische Beschwerden.
Verwendung als Hausmittel:
Beliebt sind verdünnte Arnikatinkturen für Umschläge oder Arnikasalben bei Prellungen, blauen Flecken oder Insektenstichen.
Was gilt es zu beachten?
Nur auf intakter Haut anwenden – nicht auf offenen Wunden, Schleimhäuten und Augen! Bei bekannter Allergie auf Arnika oder andere Korbblütler nicht anwenden.
Gefahrenpotential:
Arnika ist bei innerlicher Anwendung giftig und kann schwere Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Bei äußerlicher Anwendung in hohen Konzentrationen Gefahr von schweren Hautreizungen.