Beinwell
Wissenschaftlicher Name: Symphytum officinale
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Ursprung/Verbreitungsgebiet:
Beinwell ist in Europa und Westasien verbreitet und bevorzugt feuchte Standorte an Flussufern, Gräben und feuchten Wiesen.
Verwendete Pflanzenteile:
Die Wurzel (Symphyti radix), seltener auch die Blätter.
Verwendung in Pharmazie und Medizin:
Beinwell wird äußerlich bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen und Knochenbrüchen verwendet. Der enthaltene Wirkstoff Allantoin fördert die Zellneubildung und Geweberegeneration.
Darreichungsformen / Arzneiformen:
Salben, Cremes, Gels, Umschläge, Tinktur.
Wirkungen:
Fördert die Wundheilung, wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend. Traditionell wurde Beinwell bei Knochenbrüchen eingesetzt.
Verwendung als Hausmittel:
Beinwellsalbe oder -umschläge bei stumpfen Verletzungen oder Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet.
Was gilt es zu beachten?
Nur äußerlich anwenden und nicht auf offene Wunden auftragen! Innerliche Anwendung ist aufgrund der giftigen Pyrrolizidinalkaloide (PA) verboten. Nur Fertigpräparate mit PA-freiem Extrakt verwenden!
Gefahrenpotential:
Innerlich giftig; kann leberschädigend wirken. Bei langer äußerlicher Anwendung mögliche Hautreizungen.