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Johanniskraut

(Foto: © iStock.com/Irina Khabarova)

Wissenschaftlicher Name: Hypericum perforatum

Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)

Ursprung/Verbreitungsgebiet:
In ganz Europa und Asien heimisch, bevorzugt sonnige, trockene Hänge und Wiesen.

Verwendete Pflanzenteile:
Das blühende Kraut (Hyperici herba).

Verwendung in Pharmazie und Medizin:
Johanniskraut ist das wichtigste pflanzliche Antidepressivum. Es wird bei leichten bis mittelschweren Depressionen, nervöser Unruhe und Stimmungsschwankungen eingesetzt. Äußerlich dient Johanniskrautöl (Rotöl) zur Wundheilung und bei Muskelverspannungen.

Darreichungsformen/Arzneiformen:
Tabletten, Kapseln, Tee, Tinktur, Öl.

Wirkungen:
Stimmungsaufhellend, angstlösend, beruhigend, entzündungshemmend. 

Verwendung als Hausmittel:
Selbst hergestelltes Rotöl (Johanniskrautblüten in Olivenöl ausgezogen) wird bei Muskelverspannungen, Sonnenbrand und zur Narbenpflege genutzt.

Was gilt es zu beachten?
Kann die Wirkung vieler Medikamente abschwächen (z. B. Kontrazeptiva, Blutverdünner, Immunsuppressiva)! Kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen – intensive Sonne vermeiden! Wirkungseintritt erst nach mehreren Wochen.

Gefahrenpotential:
Wirkung nicht überschätzen – schwere Depressionen müssen ärztlich betreut werden!