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Sicher unterwegs: Wie man sich auf Reisen vor Zecken schützt

Ob beim Wandern, Campen oder Picknicken – Zecken lauern nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen, in Parks und Gärten. Besonders in den warmen Monaten sind sie aktiv und können gefährliche Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose übertragen. Wer viel draußen unterwegs ist oder in ein Risikogebiet reist, sollte darum wissen, wie man sich wirksam schützt.

Zecken warten oft im hohes Gras oder Gebüsch, um sich an einen potentiellen Wirt anheften zu können. (Foto: © istock.com/Ladislav Kubeš)

Zecken fühlen sich in feuchtem, schattigem Gras und Laub besonders wohl. Sie warten dort auf Grashalmen oder Sträuchern, bis ein potenzieller Wirt vorbeikommt – also Mensch oder Tier. Entgegen vieler Mythen fallen Zecken nicht von Bäumen, sondern werden beim Vorbeigehen abgestreift.

 

Besonders aktiv sind Zecken zwischen März und Oktober, können in milden Wintern aber auch früher oder länger auftreten. Ganz Österreich, Süddeutschland sowie viele Teile der Schweiz und Osteuropas gelten als FSME-Risikogebiet, was bei Reiseplanungen berücksichtigt werden sollte.

 

Besonders aktiv sind sie zwischen März und Oktober, können in milden Wintern aber auch früher oder länger auftreten. Ganz Österreich, Süddeutschland sowie viele Teile der Schweiz und Osteuropas gelten als FSME-Risikogebiet, was bei Reiseplanungen berücksichtigt werden sollte.

Kleidung als erste Schutzbarriere

Die einfachste Schutzmaßnahme ist die richtige Kleidung. Beim Wandern oder Spazierengehen in der Natur gilt:

  • Lange Hosen und geschlossene Schuhe tragen.
  • Socken über die Hosenbeine ziehen, damit Zecken nicht unter die Kleidung gelangen.
  • Helle Kleidung wählen – darauf lassen sich Zecken leichter erkennen.

Nach dem Aufenthalt im Freien sollte man den Körper gründlich absuchen, besonders an warmen, geschützten Stellen wie Kniekehlen, Achseln, Leisten oder hinter den Ohren. Auch Kleidung kann man kurz ausschütteln oder heiß waschen, um verbliebene Zecken zu entfernen.

 Zeckenschutzmittel und Impfung

Ein zusätzliches Mittel gegen Zecken sind sogenannte „Repellents“ – Sprays oder Lotionen, die auf Haut oder Kleidung aufgetragen werden. Sie wirken einige Stunden und sollten bei längeren Aufenthalten regelmäßig erneuert werden. Produkte mit DEET, Icaridin oder Zitronen-Eukalyptus-Extrakt gelten als besonders zuverlässig.

Für Reisen (oder dauerhafte Aufenthalte) in FSME-Risikogebiete(n) empfiehlt sich außerdem die FSME-Impfung. Sie schützt zuverlässig vor der durch Zecken übertragenen Virusinfektion, ist gut verträglich und wird für alle Personen empfohlen, die sich regelmäßig in Risikogebieten aufhalten. In vielen heimischen Apotheken kann man übrigens seinen FSME-Antikörper-Titer rasch und einfach mit einem Point-of-Care-Test bestimmen lassen, wenn man sich nicht mehr sicher ist, wie lange die letzte FSME-Impfung zurückliegt und ob noch ein Impfschutz vorliegt. Gegen Borreliose gibt es hingegen leider (noch) keine Impfung – hier helfen nur physische Vorbeugungsmaßnahmen.

Nach einem Zeckenstich: Richtiges Entfernen wichtig

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie sofort entfernt werden, am besten mit einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte. Dabei möglichst nah an der Haut ansetzen und die Zecke langsam und gerade herausziehen, ohne sie zu quetschen. Anschließend die Stelle desinfizieren und beobachten.

Entzündet sich die Haut oder tritt einige Tage später eine kreisförmige Rötung auf, sollte man ärztlichen Rat suchen – das kann ein Hinweis auf Borreliose sein. Die entfernte Zecke kann, falls gewünscht, zur Untersuchung auf Erreger eingeschickt werden.