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Antibiotika: Was gilt es zu beachten?

Antibiotika sind wahre Lebensretter und eine der größten Errungenschaften der Medizin – sie helfen, bakterielle Infektionen wirksam zu bekämpfen und haben damit bereits Milliarden von Menschen geholfen. Eine falsche Anwendung dieser wichtigen Medikamente kann aber nicht nur die eigene Genesung gefährden, sondern auch zu einem ernsten weltweiten Problem beitragen: der Antibiotika-Resistenzen. Darum ist neben der sorgfältigen Einnahme auch ist die richtige Entsorgung abgelaufener Antibiotika wichtig.

Bei der Einnahme von Antibiotika sollten die Empfehlungen von Arzt, Ärztin sowie Apotheker:innen unbedingt beherzigt werden. (Foto: © istock.com/Doucefleur)

Nur auf ärztliche Verordnung einnehmen

Antibiotika wirken nur gegen bakterielle, nicht gegen virale Infektionen (z. B. einfache Erkältung oder Influenza). Sie sollten niemals ohne ärztliche Anweisung und nur bei Vorliegen einer bakteriellen Infektion eingenommen werden. Wertvolle Hinweise, wann ein Antibiotika-Einsatz wirklich Sinn macht, liefert der CRP-Wert. Dieser Parameter kann in vielen Apotheken binnen weniger Minuten mit einem Point-of-Care-Test bestimmt und dann mit dem behandelnden Arzt, der behandelnden Ärztin besprochen werden.

Dosierung und Dauer genau einhalten

Antibiotika müssen immer nach ärztlicher Vorgabe eingenommen werden und man darf die Therapie nicht früher abbrechen, auch wenn es einem schon besser geht. Eine zu kurze Einnahme kann Bakterien überleben lassen, die dann resistent gegen den Wirkstoff werden und die künftige Wirksamkeit des Medikamentes verringert. Eine zu lange Einnahme kann die Darmflora unnötig belasten.

Einnahmezeitpunkt und -hinweise beachten

Viele Antibiotika sollten zu festen Zeiten eingenommen werden, um einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel zu halten. Auch womit sie eingenommen werden, ist wichtig: Manche Präparate wirken z.B. besser vor oder nach dem Essen, andere dürfen nicht mit Milchprodukten kombiniert werden. 

Wechselwirkungen vermeiden

Antibiotika können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (z.B. Blutverdünner oder Antibabypille) oder Alkohol haben. Darum sollte man die Einnahmeempfehlungen der Apotheker:innen und der Packungsbeilage unbedingt beachten. Im Zweifel Apotheker:in oder Arzt, Ärztin fragen.

Entsorgung: Was tun mit Antibiotika-Resten?

Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Antibiotika dürfen niemals über die Toilette oder das Waschbecken entsorgt werden, denn wenn Antibiotika-Reste ins Abwasser gelangen, können sie dort die Entstehung von resistenten Keime – also Bakterien, gegen die das Medikament nicht mehr wirkt – begünstigen. Das kann Infektionen wieder gefährlich machen, die früher leicht behandelbar waren. Jede/r Einzelne kann helfen, das zu verhindern – durch einen bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika.

Ein sorgsamer Einsatz von Antibiotika ist wichtig, um Resistenzen vorzubeugen und die Wirkung der Medikamente zu erhalten. (Foto: © istock.com/TopMicrobialStock)

Antibiotika sind ein kostbares Gut der Pharmazie und Medizin. Wer sie richtig einnimmt und umweltgerecht entsorgt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere – und trägt dazu bei, dass sie auch in Zukunft wirksam bleiben.