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Welche Medikamente gehören in die Alltagsapotheke?

Bei kleineren Gesundheitsproblemen, banalen Erkrankungen oder kleinen Unfällen im Haushalt ist rasche Selbsthilfe angesagt. Die richtigen Medikamente zu Hause zu haben, ist die beste Vorsorge gegen Situationen, die Erste Hilfe und rasche Linderung von kleineren Beschwerden erfordern. In erster Linie sollten Arzneimittel zur Selbstbehandlung von leichten Gesundheitsbeschwerden sowie Verbandsmaterial daheim jederzeit verfügbar sein. Auch Medikamente, die Sie sonst noch häufig brauchen, sollten in vernünftigen Mengen zu Hause bevorratet werden.

Mit einer gut sortierten Alltagsapotheke können kleinere Beschwerden oder Blessuren zu Hause gut versorgt werden. (Foto: © istock.com/Siarhei Khaletski)

Eine gut sortierte Alltagsapotheke sollte folgende Bestandteile enthalten:

Medikamente

  • gegen Schmerzen und Fieber
  • gegen Husten
  • gegen Schnupfen
  • gegen Halsschmerzen
  • gegen Verdauungsstörungen
  • gegen Übelkeit/Erbrechen
  • gegen Durchfall
  • gegen Verstopfung
  • gegen Allergien
  • gegen Sportverletzungen
  • Augentropfen
  • Wund- und Heilsalbe
  • Salbe gegen leichte Verbrennungen

Erste Hilfe und Verbandmittel

  • Fieberthermometer
  • Schere
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Dreiecktuch
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Wundauflagen
  • Verbandmull
  • Mullbinden
  • Elastische Binden
  • Einmalhandschuhe
  • Kühlkompressen
  • Desinfektionsmittel

Auch für den Insektenschutz und Sonnenschutz sollten Mittel zu Hause verfügbar sein.

Aufbewahrung der Medikamente

Ein Schrank in Bad oder Küche ist nicht zu empfehlen, da Feuchtigkeit und Wärme zu Veränderungen der Medikamente führen können. Die Haushaltsapotheke sollte an einem trockenen und kühlen Ort aufbewahrt werden. Für Kinder muss die Alltagsapotheke aber unerreichbar sein!

„Ordnung ist das halbe Leben“

Ein guter Tipp zur Sortierung in der Alltagsapotheke: Am schnellsten finden Sie das akut gebrauchte Arzneimittel, wenn Sie die Medikamente in Verwendungsgruppen zusammenfassen: Medikamente für Erkältungskrankheiten (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, grippale Infekte usw.), für Verdauungsprobleme (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall), für offene Wunden (Verbandsmaterial, Pflaster, Wundsalbe etc.), für stumpfe Verletzungen und aktuell einzunehmende (Dauer-) Medikamente.

Überprüfung und Entsorgung von Medikamenten

Abgelaufene Medikamente sollten aus der Alltagsapotheke entfernt und wichtige Arzneimittel ersetzt werden. Überprüfen Sie daher zweimal im Jahr Ihre Haushaltsapotheke auf Aktualität und Vollständigkeit. Gerne hilft Ihnen dabei Ihre Apothekerin, Ihr Apotheker - nehmen Sie Ihre Haushaltsapotheke einfach in Ihre Apotheke mit und lassen Sie sie fachgerecht überprüfen. Bei Kindern im Haushalt sollte die Alltagsapotheke noch zusätzliche Elemente enthalten, auch diesbezüglich ist man in der Apotheke vor Ort gerne behilflich.

Abgelaufene Medikamente gehören aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht in den Restmüll, sondern sollten fachgerecht entsorgt werden, am besten über Abgabe an eine Problemstoffsammelstelle. Viele Apotheken übernehmen die Entsorgung abgelaufener oder nicht mehr gebrauchter Medikamente auch als kostenlose Serviceleistung.