Gesunde Haut trotz häufigem Händewaschen
Regelmäßiges Händewaschen schützt vor der Übertragung von Krankheitserregern und gehört zu den einfachsten und wichtigsten Hygienemaßnahmen im Alltag. Gleichzeitig belastet häufiges Waschen die Haut: Die natürliche Schutzbarriere kann geschwächt werden, Feuchtigkeit geht verloren und die Hände werden trocken, rau oder sogar rissig. Besonders betroffen sind Menschen, die beruflich oft mit Wasser, Reinigungsmitteln oder Desinfektionsmitteln in Kontakt kommen, aber auch Familien mit kleinen Kindern sowie Personen mit empfindlicher Haut.
Warum werden Hände trocken?
Bei jedem Waschvorgang werden nicht nur Schmutz und Keime entfernt, sondern auch hauteigene Fette, die die Haut geschmeidig halten. Heizungsluft, Kälte und trockene Raumluft verstärken diesen Effekt zusätzlich.
Typische Anzeichen einer geschädigten Hautbarriere sind Spannungsgefühl, trockene oder schuppige Haut, Rötungen, kleine Einrisse an den Fingerkuppen sowie Brennen oder Juckreiz
Die richtige Handpflege
Um die Hautbarriere zu unterstützen, sollten die Hände regelmäßig eingecremt werden. Besonders wichtig ist dies nach dem Händewaschen und vor dem Schlafengehen.
Tipps für die tägliche Pflege:
- Hände mit lauwarmem statt heißem Wasser waschen.
- Milde, hautfreundliche Seifen verwenden.
- Hände sorgfältig trocknen, auch zwischen den Fingern.
- Mehrmals täglich eine pflegende Handcreme auftragen.
- Über Nacht eine reichhaltige Creme oder Salbe verwenden.
Welche Cremes eignen sich?
Nicht jede Handcreme erfüllt denselben Zweck. Die Inhaltsstoffe sollten zur jeweiligen Hautsituation passen. Für trockene Haut eigenen sich Cremes mit Glycerin, Urea (Harnstoff) oder Hyaluronsäure. Diese Stoffe helfen dabei, Feuchtigkeit zu binden. Für raue und rissige Haut sind Cremes mit Panthenol, Dexpanthenol, Sheabutter oder Nachtkerzenöl eine gute Wahl. Sie unterstützen die Regeneration der Haut. Und Personen mit einer sehr empfindlichen Haut werden parfümfreie Produkte mit möglichst wenigen Zusatzstoffe empfohlen.
Pflege oder Schutz – wo liegt der Unterschied?
Viele Menschen verwenden die Begriffe gleichbedeutend, tatsächlich erfüllen Pflege- und Schutzcremes unterschiedliche Aufgaben.
Pflegecremes
- versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und Lipiden
- unterstützen die Regeneration
- werden vor allem nach dem Händewaschen angewendet
Schutzcremes
- bilden einen schützenden Film auf der Haut
- sollen den Kontakt mit Wasser, Reinigungsmitteln oder anderen Belastungen reduzieren
- werden vor belastenden Tätigkeiten aufgetragen
Idealerweise ergänzen sich beide Produkte: Schutz vor der Belastung, Pflege danach.