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Polleninformation als neue Funktion in die ApoApp integriert

Apothekerkammer-Präsidentin Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr und Dr. Markus Berger (Leiter des Österreichischen Polleninformationsdienstes) stellten im Rahmen eines Pressegespräches die neue Funktion der ApoApp vor. (Foto: Apothekerkammer/Max Bauer)

Mit dem Beginn der Gräserpollensaison verschärft sich für viele Menschen die gesundheitliche Belastung: Fast jeder vierte Mensch in Österreich ist von Pollenallergie betroffen. Typische Symptome wie Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen sowie Müdigkeit und Konzentrationsprobleme schränken die Lebensqualität oft erheblich ein. Um Betroffene gezielt zu unterstützen, integriert die Apothekerkammer die Polleninformation des Österreichischen Polleninformationsdienst (ÖPID) in ihre ApoApp. 

Nutzer:innen können ein persönliches Pollenprofil anlegen und erhalten standortbezogene, tagesaktuelle Informationen darüber, welche Allergene sich gerade in der Luft befinden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich rechtzeitig durch die ApoApp benachrichtigen zu lassen, sobald genau jene Pollen zirkulieren, auf die man allergisch reagiert.  Dadurch sind individuelle Vorsorgemaßnahmen noch besser und gezielter möglich. Ergänzt wird das Angebot durch praktische Tipps zum Umgang mit der jeweiligen Belastungssituation.

Information als Schlüssel zur besseren Versorgung

Wer unter Pollenallergien leidet, weiß: Information ist das halbe Gegenmittel. Das neue Pollenprofil der ApoApp liefert genau die individuellen Daten, die Menschen brauchen, um proaktiv zu handeln – von der persönlichen tagesaktuellen Belastungsanzeige bis zu wertvollen Empfehlungen zum Umgang mit der Situation. Wer darüber hinaus Unterstützung sucht, findet sie in der Vor-Ort Apotheke: kompetente Allergie-Beratung, die das digitale Angebot der ApoApp sinnvoll ergänzt. „Viele unterschätzen die Auswirkungen von Pollenallergien auf den Alltag und auf bestehende Therapien. Apothekerinnen und Apotheker tragen durch ihre pharmazeutische Expertise wesentlich dazu bei, die individuell passende Antwort auf die jeweilige Pollen-Belastung zu finden und im Bedarfsfall die Arzneimittel-Therapie zusammen mit den Ärztinnen und Ärzten anzupassen“, betont Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. „Durch die Kooperation mit dem ÖPID bringen wir wissenschaftlich fundierte Polleninformationen digital, niederschwellig und tagesaktuell zu Betroffenen.“

Auch der Österreichische Polleninformationsdienst unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Je besser Patientinnen und Patienten, aber auch Gesundheitsberufe informiert sind, desto gezielter können Diagnose, Therapie und Allergenkarenz erfolgen“, erklärt Markus Berger, HNO-Mediziner und Leiter des ÖPID. „Apothekerinnen und Apotheker sind oft die erste Anlaufstelle und für Menschen mit Allergien wichtige Ansprechpartner.“

Mit der neuen Funktion der ApoApp können Allergiker:innen ein persönliches Pollenprofil anlegen und erhalten standortbezogene, tagesaktuelle Informationen darüber, welche Allergene sich gerade in der Luft befinden.

Pharmazeutische Beratung bei Allergien wichtiger denn je

Die richtige Beratung spielt gerade bei Pollenallergien eine entscheidende Rolle. Zu den gängigen Therapieoptionen zählen unter anderem Antihistaminika und kortisonhaltige Nasensprays, die Symptome lindern. Mastzellenstabilisatoren werden sowohl in der Prophylaxe als auch in der Dauertherapie eingesetzt. Mithilfe der allergenspezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann das Immunsystem nachhaltig „umtrainiert“ werden, sodass es eigentlich harmlose Allergieauslöser, wie Gräserpollen, nicht länger als Bedrohung einstuft. Eine frühzeitige und fachkundige Beratung kann helfen, Beschwerden effektiv zu lindern, mögliche Wechselwirkungen zu verhindern und Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma zu vermeiden. 

Gräserblüte 2026 startet verhalten 

Laut Blühbereitschaftsmodell des ÖPID sind bereits erste Gräser blühbereit. Allergiker:innen sollten daher schon jetzt mit geringen bis mäßigen Belastungen rechnen. Aufgrund der geringen Niederschlagsmengen im April kann man derzeit von einer durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlich intensiven Gräserpollensaison ausgehen. Da Gräser jedoch deutlich länger blühen als Bäume, kann sich die Lage bei stärkeren Niederschlägen in den kommenden Wochen noch ändern. Die lange Saison erklärt sich durch die Vielfalt: In Österreich tragen rund 240 Gräserarten zur Pollenbelastung bei, die zeitlich versetzt blühen und individuelle Reaktionen auslösen können.

Info-Tipp: Ratgeber „Pollenallergie. Wege zu mehr Lebensqualität“

Der Ratgeber „Pollenallergie. Wege zu mehr Lebensqualität“ der IGAV – Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung entstand in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie & Immunologie, dem Österreichischen Polleninformationsdienst und der Österreichischen Apothekerkammer. Er enthält Information über Pollenallergien und die wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen, Tipps zur Allergenvermeidung, einen Überblick über Diagnose und Therapie von Pollenallergien sowie Anlaufstellen und Services. Kostenlos erhältlich über Tel: 01/212 60 60, E-Mail: info@allergenvermeidung.org

Über die ApoApp

Die „ApoApp“ kann im App-Store (iOS-Geräte) und Play-Store (Android-Geräte) kostenlos heruntergeladen werden. Seit ihrem Launch im Jänner 2026 verzeichnet sie mehr als 100.000 Downloads und bietet mit der Einbindung von 1.138 Apotheken in ganz Österreich eine flächendeckende Versorgung. Neben der neuen Pollenfunktion umfasst sie Services wie den Einnahmeplan inklusive Erinnerungsfunktion für Medikamente, die Apothekensuche sowie Informationen zu Öffnungszeiten und Bereitschaftsdiensten. Die Arzneimittelsuche hilft schnell und einfach dabei herauszufinden, welche Apotheke in der Nähe ein Medikament vorrätig hat. Pro Tag wird dieses Service rund 1.500-mal genutzt. Für die Nutzung muss kein Profil angelegt werden, Daten werden nicht weitergegeben und ausschließlich auf den Geräten der User:innen gespeichert.