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Welthypertonietag: Bluthochdruck frühzeitig erkennen und richtig handeln

Regelmäßige Kontrollen des Blutdrucks sind wichtig, denn Bluthochdruck entsteht häufig unbemerkt und schädigt den Körper, obwohl sich die Betroffenen gesund fühlen. (Foto: © Hörmandinger)

Am Welthypertonietag steht eine Erkrankung im Mittelpunkt, die häufig lange unbemerkt bleibt: Bluthochdruck. Viele Betroffene fühlen sich gesund und haben keine Beschwerden, obwohl dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte Herz, Gefäße und andere Organe belasten können. Gerade deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig – auch in der Apotheke.

Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Blutgefäßen dauerhaft erhöht ist. Der Blutdruck wird mit zwei Werten angegeben: dem systolischen Wert, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, und dem diastolischen Wert, der während der Entspannungsphase gemessen wird. Ein optimaler Blutdruck liegt ungefähr bei 120/80 mmHg.

Bleibt Bluthochdruck unbehandelt, steigt das Risiko für schwere Folgeerkrankungen deutlich an. Dazu zählen unter anderem Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Nierenschäden und Gefäßerkrankungen. Da erhöhter Blutdruck oft keine spürbaren Symptome verursacht, wird er vielfach erst spät entdeckt. Umso wichtiger ist es, die Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Wie misst man den Blutdruck richtig?

Für eine verlässliche Blutdruckmessung sollten einige Punkte beachtet werden. Vor der Messung empfiehlt es sich, einige Minuten ruhig zu sitzen und körperliche Anstrengung, Kaffee oder Nikotin unmittelbar davor zu vermeiden. Während der Messung sollte der Rücken angelehnt sein, die Beine nicht übereinandergeschlagen werden und die Manschette auf Herzhöhe sitzen. Idealerweise erfolgen zwei Messungen im Abstand von ein bis zwei Minuten und möglichst immer zur gleichen Tageszeit.

Die Apotheker:innen in der Apotheke vor Ort helfen gerne dabei, den Blutdruck richtig zu messen. (Foto: © Hörmandinger)

Apotheker:innen leisten einen wichtigen Beitrag bei der Betreuung von Patient:innen mit Bluthochdruck. Sie unterstützen nicht nur durch Blutdruckmessungen und Beratung zur richtigen Selbstmessung zuhause, sondern auch bei Fragen zur regelmäßigen Einnahme von Medikamenten. Darüber hinaus geben sie Hinweise zu Lebensstilmaßnahmen wie Bewegung, Ernährung oder Salzreduktion und können mögliche Neben- oder Wechselwirkungen der eingenommenen Medikamente erkennen. 

Blutdruck-Grenzwerte

  • nicht-erhöhter Blutdruck: <120mmHg/<70mmHG
  • erhöhter Blutdruck: 120-139/70-89 mmHg
  • Bluthochdruck Grad 1: 140-159/90-99 mmHg
  • Bluthochdruck Grad 2: 160-179/100-109 mmHg
  • Bluthochdruck Grad 3: >180/>110 mmHg
  • isolierter systolischer Blutdruck: >140/<90 mmHg

Wichtig: Einzelne erhöhte Werte bedeuten noch nicht automatisch eine Erkrankung. Entscheidend sind wiederholt erhöhte Messungen über einen längeren Zeitraum. Bei auffälligen Werten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
 

(Fotos: © Hörmandinger)